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Ihr träumt von einer gemeinsamen Zukunft – Hochzeit, Familie, vielleicht sogar dem Eigenheim. Doch stattdessen stolpert ihr immer wieder über dieselben Konflikte. Mal geht es um Kleinigkeiten wie den Abwasch, mal um Grundsatzfragen. Und obwohl die Liebe da ist, fühlt es sich an, als würdet ihr euch ständig im Kreis drehen. Damit Streit vor der Hochzeit nicht zu einem nachbebenden Gefühl wird, habe ich diesen Artikel für Dich verfasst.

Denn genau hier standen schon viele Paare, die zu mir ins Coaching kamen. Junge Menschen, Anfang bis Mitte 30, voller Pläne – aber verzweifelt, weil Streit und Missverständnisse alles zu überschatten drohten. In diesem Artikel erfährst du an drei echten Praxisbeispielen, wie Paare gelernt haben, ihre Muster zu durchbrechen und wieder Nähe zu finden. Zwei von ihnen haben danach sogar geheiratet.


Warum Streit vor der Hochzeit so oft eskaliert

Viele Paare wundern sich: „Wenn wir uns schon vor der Hochzeit ständig streiten, wie soll das erst später werden?“Diese Sorge ist nachvollziehbar – und gleichzeitig ein wichtiges Warnsignal.

Von kleinen Auslösern zu großen Konflikten

Oft sind es Kleinigkeiten, die den großen Knall auslösen. Ein nicht rausgebrachter Müllsack, ein Blick aufs Handy, ein vergessenes Versprechen. Doch eigentlich geht es dabei selten um die Sache selbst.

Alte Muster, die im Hier und Jetzt wirken

Im Coaching zeigt sich schnell: Streit ist häufig ein Echo aus der Vergangenheit. Alte Prägungen und unbewusste Muster fließen in die Beziehung ein und lassen uns überreagieren.

Gerade deshalb ist es entscheidend, innezuhalten und neue Wege zu gehen.


Streit vor der Hochzeit muß nicht immer das Ende bedeuten. Ich kenne einige Paare die den Weg aus den alten Mustern gefunden haben. So die zwei auf dem Foto. Michael Lahme , dein Beziehungsexperte aus Düsseldorf unterstützt dich auch Online bei der Lösung deiner Konflikte.

Streit vor der Hochzeit und doch nicht aus der Ruhe gebracht- Praxisbeispiel 1 – Wenn Kleinigkeiten den Alltag vergiften

Ein Paar kam zu mir, weil ihr Alltag ein einziges Schlachtfeld aus Vorwürfen war. Er warf ihr vor, ständig am Handy zu hängen. Sie hielt ihm vor, nie im Haushalt zu helfen. Beide fühlten sich unverstanden – und keiner hörte den Schmerz des anderen.

Warum es nicht um den Müll oder das Handy geht

Es ging nicht um den Müll. Auch nicht um das Handy. Sondern um das tiefe Bedürfnis, gesehen und wertgeschätzt zu werden.

Alte Prägungen sichtbar machen

Im Coaching erkannten beide, wie stark alte Glaubenssätze aus ihrer Kindheit ihr Verhalten prägten. Er hatte gelernt: Anerkennung muss man sich verdienen. Sie war geprägt von dem Gefühl: Nähe ist nie selbstverständlich.

Vom Vorwurf zum Wunsch

Der Wendepunkt kam, als sie begannen, ihre Botschaften umzuwandeln. Aus „Du bist nie bei mir!“ wurde „Ich wünsche mir, dass wir mehr Zeit miteinander verbringen.“ Das änderte den Ton – und plötzlich entstand Verständnis.

Heute lachen sie über Dinge, die früher zu Streit geführt hätten. Kleine Differenzen haben ihre Macht verloren.


Praxisbeispiel 2 – Kommunikation in der Partnerschaft statt Verteidigung

Ein anderes Paar saß anfangs schweigend nebeneinander in meinem Praxisraum. Nach wenigen Minuten wurde klar: Hier redeten zwar zwei Menschen miteinander, doch sie hörten einander nicht wirklich zu.

Angriff – Verteidigung – Rückzug: ein endloser Kreislauf

„Du hörst mir nie zu!“ – „Doch, aber du nörgelst ständig!“
Genau diese Spirale blockierte jede Annäherung.

Zuhören ohne Gegenangriff – ein Aha-Moment

Im Coaching übten wir aktives Zuhören. Einer spricht, der andere fasst anschließend in eigenen Worten zusammen. Keine Gegenargumente, keine Rechtfertigungen. Nur echtes Zuhören.

Plötzlich sagte sie: „Ich habe das Gefühl, du hast mich wirklich verstanden.“ Und er gestand: „Ich blocke dich oft ab, weil ich Angst habe, etwas falsch zu machen.“

Nähe durch Respekt

Das war der Wendepunkt. Aus Verteidigung wurde Verbindung. Heute können beide Konflikte austragen, ohne dass sofort Mauern entstehen. Streit ist nicht verschwunden, aber er hat seinen Schrecken verloren.


Streit vor der Hochzeit und wie es trotzdem klappt: Praxisbeispiel 3 – Akzeptanz statt Kampf

Ein drittes Paar kämpfte nicht mit Schweigen, sondern mit Gegensätzen. Er liebte Struktur, sie suchte Spontaneität. Beide wollten, dass der andere so wird wie sie selbst – und verloren den Blick auf das, was sie verband. Das schlimmste für die zwei war, das Sie durch den Streit vor der Hochzeit mit Trennungsgedanken spielten.

Gegensätze, die sich scheinbar ausschließen

Er empfand ihre Freiheit als Chaos. Sie sah seine Ordnung als Kontrolle. Unterschiedlichkeit war für beide eine Bedrohung.

Unterschiedlichkeit als Stärke begreifen

Im Coaching arbeiteten wir daran, Unterschiede nicht länger als Problem zu sehen, sondern als Ergänzung. Seine Strukturen gaben ihr Halt. Ihre Spontaneität brachte Leichtigkeit in seinen Alltag.

Ja zur Liebe – trotz und wegen der Unterschiede

Der Durchbruch kam, als sie verstanden: Liebe heißt nicht, identisch zu sein. Liebe heißt, Unterschiede auszuhalten – und zu feiern.
Heute leben sie genau das. Und sie haben Ja zueinander gesagt – im Herzen und vor dem Standesamt.

Junge  Paare wundern sich oft und sorgen sich auch, wenn die Hochzeit geplant ist, oder wenn die Hochzeit gewünscht ist, das es immer öfter zum Streit vor der Hochzeit kommt.

Was wir aus diesen Beispielen lernen können

Diese drei Geschichten zeigen: Streit ist kein Ende, sondern ein Signal. Ein Hinweis darauf, dass ihr genauer hinschauen dürft.

  • Alte Muster lassen sich erkennen und verändern.
  • Kommunikation in der Partnerschaft kann Nähe wieder aufbauen.
  • Akzeptanz macht aus Gegensätzen ein echtes Wir.

Daher gilt: Wer rechtzeitig hinsieht, kann aus scheinbar festgefahrenen Mechanismen ausbrechen – und eine stabile, liebevolle Beziehung aufbauen.


Fazit: Streit vor der Hochzeit muss kein Hindernis sein

Streit vor der Hochzeit ist kein Grund, alles hinzuschmeißen. Im Gegenteil: Er kann die Einladung sein, euch ehrlich zu begegnen und eure Beziehung auf ein neues Fundament zu stellen.

👉 Wenn ihr wissen wollt, wie ihr Missverständnisse Schritt für Schritt auflösen könnt, lest meinen Leitartikel „Kommunikation in der Partnerschaft verbessern“.

👉 Und wenn ihr tiefer einsteigen wollt: „Beziehung stärken im Alltag“ zeigt euch, wie ihr kleine Momente der Verbundenheit zurückbringt.

Denn: Liebe braucht Klarheit, Mut und Entscheidung. Und die Frage ist – was hindert euch heute noch daran, euer Muster zu durchbrechen?


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