2025 war für mich ein Jahr zwischen zwei Welten:
unten das Erdgeschoss, in dem erst Chaos war – und irgendwann neues Licht.
oben im ersten Stock ein Provisorium, das sich nach Übergang angefühlt hat.
Dazwischen: das echte Leben. Paare, Krisen, Lachen, Tränen, Hundehaare, Baustellenstaub – und sehr viele Gespräche über Nähe, Verantwortung und den Mut, weiterzugehen.
In diesem Jahresrückblick Beziehung 2025 nehme ich dich mit:
zurück in die Zeit des Wasserschadens, durch ein Jahr voller Übergänge –
und nach vorn in das, was 2026 bringen wird:
meinen ersten Online-Kurs, zwei weitere geplante Programme und ein mögliches Buchprojekt.
Warum dieser Jahresrückblick Beziehung 2025 für mich so besonders ist
Der Startpunkt liegt eigentlich in 2024.
Wir kamen nach drei Wochen Urlaub nach Hause.
Ich mache die Haustür auf – und bleibe stehen.
Eine Pfütze im Eingangsbereich.
Ein leises Rauschen aus dem Gäste-WC.
Ein geplatzter Schlauch am Handwaschbecken.
Ab da war klar:
Das wird kein „wir wischen schnell mal auf“ –
das wird eine Vollbremsung.
Das komplette Erdgeschoss musste entkernt werden.
Möbel raus, Boden raus, Küche raus.
Baustelle statt Zuhause.
Die Hunde liefen suchend durch die Räume, fanden ihre vertrauten Plätze nicht mehr und schauten uns an, als würden sie fragen:
Und wo ist jetzt unser Platz?

Ganz ehrlich: Diese Frage stellst du dir als Mensch in so einer Situation innerlich auch.
Wo ist mein Platz, wenn das, was mich sonst trägt, plötzlich wegbricht?
Jahresrückblick Beziehung 2025: Leben im Provisorium – und was uns gehalten hat
Ein gutes halbes Jahr lang lebten wir mitten im Umbau.
Handwerker ein und aus.
Baustellengeräusche statt Ruhe.
Notküche statt gemütlicher Wohn-Essbereich.
Unser „Wohnzimmer“ war ein kleiner Raum im ersten Stock.
Ich hatte eine 120 x 90 cm große Holzplatte auf meinen Keyboardständer gelegt – eigentlich steht da sonst mein Mischpult.
Diese Platte wurde unser Esstisch, Schreibtisch, Treffpunkt.
Improvisiert, aber funktional.
Zur Weihnachtszeit 2024/2025 war an festliche Dekoration im Erdgeschoss nicht zu denken.
Doch dann brachte ein Klient meiner Frau ein kleines Tannenbäumchen mit bunter Lichterkette.
Wir stellten es in unser Provisorium.
Mehr ging nicht – und gleichzeitig war es genau richtig.
Da saßen wir:
ein Glas Wein, zwei Hunde zu unseren Füßen, das Leben im Ausnahmezustand –
und wir lachten.
Nicht, weil alles leicht war.
Sondern, weil wir gemerkt haben:
Wir sind immer noch ein Team.
Mit Staub in den Fugen und Provisorien im Alltag – aber verbunden.
Einer der entscheidenden Sätze aus meinem Jahresrückblick Beziehung 2025 lautet für mich:
Luxus ist nicht das perfekte Zuhause. Luxus ist die Fähigkeit, im Unvollkommenen echte Freude zu finden.
Wie aus Chaos die PaarPost entstanden ist: Newsletter und Podcast 2025
Spannend ist:
Ausgerechnet in dieser Übergangszeit Anfang 2025 – zwischen Baustelle, Notküche und Eifel-Auszeiten – ist etwas Neues entstanden, das mir heute extrem wichtig ist.
Im Januar/Februar 2025 habe ich die PaarPost gestartet:
- den PaarPost-Newsletter
- und den PaarPost-Podcast „inspirierende Beziehungsgeschichten“.
Während unten noch Rohre verlegt und Wände neu aufgebaut wurden, habe ich oben am improvisierten Tisch gesessen, Mails geschrieben, Podcast-Skripte entworfen und Aufnahmen geplant.

Die Idee dahinter war klar:
Wenn so viele Paare in ihrem Alltag „nur noch funktionieren“, dann braucht es einen Ort, an dem sie regelmäßig Impulse bekommen – ohne direkt einen Termin buchen zu müssen.
Mit der PaarPost ist genau das entstanden:
- ein regelmäßiger Newsletter mit ehrlichen Einblicken, Geschichten und Werkzeugen für den Beziehungsalltag,
- ein Podcast, in dem ich inspirierende Beziehungsgeschichten erzähle – nah an dem, was in meiner Praxis wirklich passiert (ohne Details preiszugeben).
Rückblickend gehört die Geburt der PaarPost für mich zu den wichtigsten Momenten im Jahresrückblick Beziehung 2025:
Aus Chaos wurde etwas, das Verbindung schafft – weit über unsere eigenen vier Wände hinaus.
Eifelpfade, Hunde und frische Luft: unsere Notausgänge aus dem Chaos
Wenn es zu eng wurde, sind wir in die Eifel gefahren.
Raus aus dem Lärm.
Rein in Wald, Wiesen und diese Luft, die sich anfühlt, als würde sie dir den Kopf durchlüften.
Wir wandern, die Hunde toben,
irgendwo auf einem schmalen Pfad merkst du plötzlich:
Das Leben geht weiter.
Nicht theoretisch, sondern körperlich spürbar.
Für mich ist genau das ein wichtiges Bild aus diesem Beziehungsjahr:
Du brauchst Wege, auf denen du den Blick wieder heben kannst.
Nicht nur „funktionieren“, sondern bewusst spüren:
Ich bin noch da. Wir sind noch da.
Unser Jahresritual: Die Collage als Herzstück vom Jahresrückblick Beziehung 2025
Über das Jahr hinweg sammeln wir Postkarten, Fotos, kleine Sprüche und Zitate.
Nicht systematisch, sondern eher nach Gefühl – alles, was uns berührt, was uns Mut macht und woran wir uns später erinnern wollen.
Am 1. Januar kleben wir alles auf ein großes Blatt.
Ohne Perfektion, ohne Masterplan, sondern einfach so, wie es gerade passt.
Die Collage hängt dann gut sichtbar im Alltag.
So wird sie nach und nach zu einer täglichen Erinnerung:
Das ist unser Weg.
Das sind unsere Momente.
Das ist das, wofür wir dankbar sind.

Am Jahresende setzen wir uns bewusst davor.
Wir schauen von links unten im Uhrzeigersinn über das ganze Bild – und plötzlich fängt diese Collage an zu sprechen.
Sie erzählt uns von Hürden,
und von verrückten Ideen.
Aber auch von Tagen, an denen alles zu viel war,
und von Momenten, in denen wir trotzdem weitergegangen sind.
Genau aus diesem Rückblick entsteht etwas, das mir wichtiger ist als jeder Vorsatz:
die Essenz des Jahres.
Was hat uns getragen?
Was hat gefehlt – und wo sind wir an Grenzen gestoßen?
Wovon wollen wir mehr?
Wovon weniger?
Genau daraus formen wir unseren inneren Kompass für das neue Jahr –
und machen den Jahresrückblick Beziehung 2025 zu einem echten Startpunkt für 2026.
Weg von Vorsätzen: Wie mich der Jahresrückblick Beziehung 2025 verändert hat
Ich habe irgendwann gemerkt:
Ein Jahresvorsatz mit Sektglas klingt gut –
aber er verdampft schneller als der Silvesternebel.
Also habe ich meinen Blick verändert.
Statt „Dieses Jahr wird alles anders“ arbeite ich inzwischen in Zwölf-Wochen-Schritten.
- drei Bereiche: Ich, Wir, Familie/Alltag
- pro Bereich: ein konkretes Ziel
- maximale Laufzeit: 12 Wochen
Mehr nicht.
Wir besprechen das nicht täglich, sondern bewusst:
- am Wochenende gibt es einen ruhigen Moment: Was liegt an? Was ist realistisch?
- alle zwei Wochen unser Mittwochs-Ritual: gemeinsam auswärts frühstücken, weg vom Schreibtisch, raus aus dem Haus, von außen auf unser Leben schauen.
Das klingt unspektakulär, ist aber hoch wirksam.
Nicht, weil es magisch wäre –
sondern, weil es machbar ist.
Die KüchenTischKonferenz: kleines Format, große Wirkung im Beziehungsalltag
Aus diesen Wochenroutinen ist etwas entstanden, das ich auch in Coachings immer wieder empfehle: unsere KüchenTischKonferenz.
Sie ist kein Workshop und kein Drama, sondern ein einfacher Rahmen: ein Tisch, ein Kaffee oder Tee und 20–30 Minuten Zeit.
Dann schaut ihr gemeinsam:
– Was lief in den letzten Tagen gut – und worüber freust du dich besonders?
– Was hat genervt oder Kraft gekostet?
– Was braucht ihr, damit die nächste Woche leichter wird und nicht wieder genauso im Autopilot durchrutscht?
– Wer übernimmt was – ganz konkret?
Am Ende steht immer ein Moment Nähe: eine ehrliche Frage und eine ehrliche Antwort. Kein Handy und keine Grundsatzdiskussionen, kein „Wir machen jetzt alles neu“, sondern einfach da sein – aufmerksam, zugewandt, ansprechbar.chen jetzt alles neu“.

Nur Präsenz.
Wenn ihr in eurer Beziehung aneinander vorbeiredet, kann so etwas der Einstieg sein:
Einer setzt sich hin mit dem Entschluss, erstmal nur zuzuhören.
Nicht direkt rechtfertigen. Nicht sofort erklären.
Nur aufnehmen.
Das verändert Paardynamik – ohne großes Brimborium.
Für sensible Themen – mehr Nähe, andere Gespräche, weniger Flucht ins Handy – nutze ich gern das WOOP-Prinzip:
- Wunsch – Was will ich wirklich?
- Outcome – Wie fühlt es sich an, wenn es gelingt?
- Obstacle – Was steht mir im Weg?
- Plan – Was mache ich konkret, wenn genau dieses Hindernis auftaucht?
Beispiel aus unserem Alltag:
Wir wünschen uns abends 20 Minuten wirkliche Nähe ohne Handy, TV oder Laptop.
Outcome: Wir gehen ruhiger schlafen, fühlen uns verbundener.
Obstacle: „Ich checke nur noch kurz Mails…“, „Nur noch ein Video…“, „Noch einmal durch die Timeline scrollen…“.
Plan: Wenn es 22 Uhr ist, wandern die Handys in die Küche, wir machen uns Tee und setzen uns zusammen hin.
Ohne diesen Wenn-dann-Satz bleibt es eine schöne Idee.
Mit ihm wird es umsetzbar.
Dazu kommt ein Mini-Ritual, das ich selbst sehr schätze:
5 Atemzüge, bewusst.
- Hinsetzen.
- Einatmen: Ich bin hier.
- Ausatmen: Es darf leichter sein.
- Einatmen: Ich wähle Nähe.
- Ausatmen: Ich lasse mein Recht-haben-Wollen los.
- Zum Schluss ein leises inneres: Danke.
Und noch ein Satz vorm Schlafen:
„Heute war gut, weil …“
Mehr braucht es oft nicht, damit dein innerer Blick weicher wird.
Wenn du merkst, dass du in alte Muster zurückfällst:
Es bringt nichts, dich dafür fertig zu machen.
Nimm den Rückschritt wahr, danke dir, dass du ihn bemerkst – und richte dich wieder aus.
Nicht Selbstbestrafung bringt dich weiter, sondern bewusste, ehrliche Selbstwahrnehmung.
Die zweite Baustelle: Business, Sichtbarkeit und Klarheit
Während unter unseren Füßen Estrich, Leitungen und Wände erneuert wurden, lief im Hintergrund eine zweite Baustelle: Nämlich die meines Business.
Ich habe dieses Jahr:
- Meine Website aufgeräumt,
- Strukturen überarbeitet,
- technische Fehler gesucht und behoben,
- Marketingprozesse neu gedacht.
Vieles ließ sich technisch schnell lösen – aber das war nicht der Punkt.
Der Punkt war: Ich habe entschieden, es wirklich zu tun.

Parallel dazu lief das, worum es bei mir im Kern geht:
- Menschen zuhören,
- Spannung aushalten,
- Räume öffnen, in denen Paare wieder in Kontakt kommen,
- Verantwortung dorthin legen, wo sie hingehört.
Es gab Tage, da war mir alles zu viel.
Privatbaustelle, Businessbaustelle, Emotionen meiner Klient:innen – alles gleichzeitig.
In solchen Momenten hilft mir ein Satz, der mich inzwischen begleitet:
Es gibt keine falsche Entscheidung, sondern nur die Entscheidung, die du jetzt triffst – und die nächste, die du daraus machst.
Ich habe mich entschieden, dranzubleiben.
Nicht perfekt, aber konsequent genug.
Heute kann ich sagen:
Wir sind als Paar gewachsen, unser Zuhause hat ein neues Gesicht –
und mein Business hat an Klarheit gewonnen.
Ausblick 2026: Online-Kurse, neue Programme und ein mögliches Buchprojekt
Aus all diesen Erfahrungen entsteht 2026 etwas Neues.
Ich arbeite gerade an meinem ersten Online-Kurs,
der – wenn alles so läuft wie geplant – im Februar 2026 startet.

Der Kurs wird sich um das drehen, was meine Arbeit im Kern ausmacht:
- Nähe in der Partnerschaft,
- Klarheit in der Kommunikation,
- Alltag als Eltern leben, ohne als Paar auf der Strecke zu bleiben.
Nicht als Theoriepaket, sondern mit den Tools, die sich in meinem Alltag und in der Begleitung von Klient:innen bewährt haben:
12-Wochen-Logik, Küchentisch-Konferenz, WOOP, Mini-Rituale, klare Verantwortung.
Auf diesen ersten Kurs werden zwei weitere Programme aufbauen.
Du kannst dir das wie eine Reise vorstellen:
- Einstieg: wieder bei dir ankommen und deine innere Stabilität stärken.
- Vertiefung: als Paar neue Gesprächs- und Näheformen entwickeln.
- Ausbau: euren Alltag so strukturieren, dass ihr nicht immer wieder in die gleichen Fallen tappt.
Und parallel gibt es noch etwas, das in mir arbeitet:
ein Buchprojekt.
Ein Buch, in dem ich Geschichten aus meinem Praxisalltag, Erfahrungen aus den letzten Jahren, die Baustellenzeiten und die Werkzeuge aus meinem Mentoring zusammenbringe.
Noch ist es ein Gedanke mit Kontur – kein fertiges Manuskript.
Aber 2026 wird das Jahr, in dem ich entscheide, wie und wann ich dieses Projekt angehe.
Was du dir aus meinem Jahresrückblick Beziehung 2025 mitnehmen kannst
Wenn ich auf dieses Jahr zurückschaue, bleibt für mich:
- Das Leben ist selten „fertig eingerichtet“.
- Provisorien gehören dazu – privat, beruflich, emotional.
- Entscheidend ist, ob du im Chaos nach Verbindung suchst oder in den Rückzug gehst.
- Kleine, klare Schritte schlagen jeden perfekten Vorsatz.
- Rückschritte sind kein Beweis von Scheitern, sondern Einladungen, wieder wach zu werden.
Für dich kann 2026 bedeuten:
- dir ein Wort für dein Jahr zu geben,
- das du ein Ziel für dich wählst, eins für euch als Paar und eins für euren Alltag,
- daraus 12-Wochen-Schritte zu machen, statt dich in Jahresplänen zu verlieren,
- dir ein Ritual zu schaffen – eine Collage, eine Küchentisch-Konferenz, fünf bewusste Atemzüge am Abend.
Und dann nicht auf den perfekten Moment zu warten,
sondern die Entscheidung zu treffen, jetzt anzufangen.
Welchen einen konkreten Schritt willst du dir für dein 2026 erlauben, damit aus „Wir funktionieren irgendwie“ wieder ein „Wir sind wirklich verbunden“ wird?
Ich wünsche Dir auf jeden Fall ein wundervolles, liebevolles und erfolgreiches Jahr 2026.
FAQ-Jahresrückblick und Aussicht auf 2026
Antwort: Ein Jahresrückblick hilft euch zu sehen, was euch getragen hat und wo ihr euch verloren habt. So könnt ihr bewusster entscheiden, was ihr in 2026 stärken, verändern oder loslassen wollt.
Antwort: Statt euch im Ärger festzufahren, hilft ein klarer Blick: Was können wir beeinflussen, was nicht? Kleine Rituale, offene Gespräche und feste Check-ins wie eine „KüchenTischKonferenz“ bringen mehr Struktur und Nähe in anstrengende Phasen.
Antwort: In 12 Wochen bleiben Ziele überschaubar und konkret. Ihr könnt euch auf wenige, wichtige Schritte konzentrieren, Ergebnisse überprüfen und danach bewusst nachsteuern – statt nach ein paar Wochen wieder aufzuhören.
Antwort: Starte mit kleinen Momenten: zum Beispiel 20 Minuten am Abend ohne Handy, dazu ein fester Wochen-Rückblick und ein paar kurze Dankbarkeitssätze. Denn Nähe entsteht durch wiederkehrende, bewusste Begegnungen – und nicht durch einen einmaligen, großen Neuanfang an Silvester.
Antwort: Die Kurse verbinden die Praxis aus der Paarbegleitung mit klaren Strukturen: ein 12-Wochen-System, alltagstaugliche Rituale und konkrete Gesprächsleitfäden – ergänzt durch Impulse, sodass ihr als Paar wieder mehr Verbindung, Klarheit und Stabilität in euren Alltag bringen könnt.





