Gedanken färben den Alltag – und was das für deine Beziehung bedeutet
Manchmal fühlt sich ein Tag leicht und voller schöner Begegnungen an – und manchmal scheint es, als hätten sich alle gegen dich verschworen.
Kennst du dieses Gefühl?
Das Spannende ist: Die äußeren Umstände sind oft gar nicht so unterschiedlich. Der große Unterschied liegt in der „Brille“, durch die du die Welt betrachtest.
Diese unsichtbare Brille – deine inneren Filter – färbt, wie deine Gedanken deinen Alltag gestalten und wie du auf deine Beziehung blickst.
Wie Gedanken den Alltag färben – deine persönliche „Brille“
Stell dir vor, du würdest jeden Morgen eine bestimmte Brille aufsetzen.
Manchmal ist sie klar und lässt dich offen und neugierig in die Welt schauen.
An anderen Tagen ist sie grau, eng und verzerrt.
Diese Brille beeinflusst, wie du deine Partnerin oder deinen Partner wahrnimmst, wie du deine Kinder anschaust, wie du auf Kolleg:innen reagierst – ja sogar, wie du einem Fremden im Supermarkt begegnest.
Reflexionsfrage:
Welche Brille trägst du heute?
Das „neue Auto“-Phänomen
Vielleicht kennst du dieses Erlebnis: Du hast dir ein bestimmtes Auto ausgesucht oder vielleicht auch ein neues Hobby – und plötzlich scheint es überall aufzutauchen.
Mir selbst ging es so: Nachdem ich mich für ein neues Modell entschieden hatte, sah ich es ständig – auf der Straße, im Stau, auf Parkplätzen.
Natürlich hatte es das vorher auch schon gegeben, aber mein Gehirn hatte den Filter „relevant“ gesetzt.
Ähnlich ist es, wenn du dir ein Kind wünschst und es gerade nicht klappt – plötzlich begegnen dir überall Schwangere und glückliche Familien.
Das ist kein Zufall, sondern die Art, wie unser Gehirn arbeitet: Es filtert Millionen von Eindrücken und lässt nur das durch, was für uns gerade bedeutsam erscheint.
Was wir denken, prägt, was wir sehen – und damit, wie wir den Alltag erleben.
Wie Gedanken deinen Alltag färben, wenn Stress dominiert
Diese Filter entstehen nicht nur durch Interessen, sondern auch durch Gefühle, Stimmungen und alte Überzeugungen.
Bist du gestresst, sehen alle Autofahrer wie „Idioten“ aus, jeder Geräuschpegel zu Hause wirkt doppelt so laut, und selbst liebevolle Fragen deines Partners empfindest du vielleicht als Kritik.
Unser Gehirn sucht dann automatisch nach Bestätigung für das, was wir schon erwarten – und blendet anderes aus.
So verstärken sich oft genau die Muster, die wir eigentlich loswerden wollen.
Ein Blick in die Tiefe – Wahrnehmung ist nie neutral
Vielleicht denkst du, du siehst die Welt, wie sie ist.
Doch in Wahrheit siehst du die Welt, wie du bist – oder besser gesagt: wie deine inneren Filter gerade eingestellt sind.
Die Autorin Vera F. Birkenbihl hat es einmal so treffend formuliert:
„Wirklichkeit ist immer unsere eigene gefilterte Wirklichkeit – nicht irgendeine da draußen. Unser Gehirn nimmt nur einen winzigen Bruchteil der Eindrücke bewusst wahr; der Rest wird durch Filter wie Erwartungen, Glaubenssätze oder Stimmungen geformt. Wer sich auf Negatives fokussiert, findet Negatives. Wer sich das Positive einredet, erschafft sich eine freundlichere Welt.“
1. Streit mit dem Partner
Oft reagieren wir nicht auf das, was gesagt wird, sondern auf das, was wir zu hören erwarten.
Mini-Übung: Frag dich in solchen Momenten: „Antworte ich gerade auf den Satz – oder auf meinen eigenen Filter?“
2. Familienchaos am Morgen
Der Hund muss raus, die Kinder suchen ihre Schuhe, dein Partner den Schlüssel – und du bist schon zu spät.
Frage dich: „Was davon kann ich heute mit Humor nehmen? Wo kann ich meinen Blick bewusst auf das Gute lenken?“
3. Freundschaften und Kontakt
Vielleicht denkst du: „Niemand hat Zeit für mich.“ Aber stimmt das wirklich?
Manchmal reicht ein Anruf oder eine Einladung, um zu merken: Verbindung ist möglich, wenn du sie sehen willst.
Dein exklusives Erstgespräch
Vielleicht merkst du beim Lesen, dass diese „Filter-Thematik“ in deinem Alltag eine größere Rolle spielt, als dir bisher bewusst war.
Gerade in Beziehungen ist es ein Geschenk, wenn beide lernen, die eigene Brille zu erkennen – und manchmal auch abzusetzen.
👉 Wenn du diesen Perspektivwechsel für dich oder euch als Paar gezielt angehen möchtest, biete ich dir ein exklusives Erstgespräch an.
Hier schauen wir gemeinsam auf deine aktuelle Situation und finden heraus, welche Schritte dir zu mehr Klarheit, Leichtigkeit und Verbindung helfen können.
So kannst du deine Gedanken bewusst steuern
Du kannst nicht bestimmen, was im Außen passiert – aber sehr wohl, wie du darauf schaust.
- Morgens bewusst wählen:
Frag dich: „Mit welchem Filter möchte ich heute unterwegs sein?“
Vielleicht entscheidest du dich für Neugier statt Skepsis, für Wohlwollen statt Vorwürfe. - Abends zurückblicken:
„Was ist heute gut gelaufen? Wo habe ich Freude gespürt?“
Teile diese Momente mit deiner Familie – selbst kleine Dinge zählen. - Rituale schaffen:
Ein gemeinsames Frühstück, ein wöchentlicher Abendspaziergang, ein Ritual für Dankbarkeit – kleine Konstanten verändern die Sichtweise nachhaltig. - Sanft mit dir sein:
Niemand ist immer positiv. Erkenne deine alten Muster, aber verurteile dich nicht dafür.
Die kleinen Wunder im Blick behalten
Es sind oft die unscheinbaren Momente, die den Unterschied machen:
Ein liebevoller Blick, ein spontanes Lachen, der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee, ein Kind, das dir stolz sein Bild zeigt.
Je öfter du deinen inneren Fokus dorthin lenkst, desto mehr wirst du wahrnehmen, dass es diese Momente immer gab – du hast sie nur nicht gesehen.
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Schlussgedanke
Vielleicht nimmst du dir heute vor, deine Brille bewusst zu wechseln.
Nicht alles wird sich sofort verändern – aber deine Wahrnehmung, dein Erleben und deine Beziehung werden Schritt für Schritt leichter und reicher.
Und wenn du merkst, dass du diesen Perspektivwechsel nicht nur für dich, sondern auch für deine Partnerschaft vertiefen möchtest, begleite ich dich gerne auf diesem Weg.
Denn:
„Die Wirklichkeit ist nicht, wie sie ist, sondern wie wir sie wahrnehmen.“ – Vera F. Birkenbihl