Fallstudie 2 · Partnerschaft & Ehe · 10 Sitzungen
Julia und Andreas –
wenn Streit das Zuhause übernimmt
Wie eine Familie mit zwei Teenagern gelernt hat, Konflikte zu lösen – bevor sie die Beziehung bestimmen.
Wo Julia und Andreas standen
Julia, 40, und Andreas, 42, waren seit 18 Jahren zusammen. Zwei Teenager-Kinder, ein gut funktionierender Alltag – und gleichzeitig ständige Reibung.
Es war nicht ein großer Streit. Es waren diese aneinander Reihung vieler kleiner Streits. Immer wieder dieselben Themen, dieselben Dynamiken. Beide wussten irgendwann schon, wie das Gespräch enden würde – noch bevor es richtig angefangen hatte. Trotzdem ließen sie sich immer wieder von den selben Triggern einfangen.
Was das mit der Familie gemacht hat, spürten auch die Kinder. Die Atmosphäre zuhause war angespannt. Julia und Andreas liebten sich. Aber sie kamen von selbst nicht mehr wirklich zueinander.
Was wir gemeinsam gemacht haben
Am Anfang standen Einzelgespräche. Denn bevor ein Paar miteinander arbeiten kann, muss jeder für sich verstehen, was er in den Konflikt einbringt. Welche Muster aus der eigenen Geschichte wirken noch heute? Was löst den anderen aus – und aus welchem Grund?
Danach kamen die Paargespräche. Es ging vordergründig darum, zu verstehen. Zu verstehen, wie, wen, welche Trigger hochbringen. Welche Dynamiken auf Paarebene im Weg stehen. Und um dann neue Wege zu finden – konkret, alltagstauglich, ohne große Theorie.
Die zehn Sitzungen im Überblick
- Sitzungen 1–2 Einzelgespräche: Wo liegen die Konfliktursachen? Was bringt jeder von beiden unbewusst mit? Erste Einblicke in eigene Muster.
- Sitzungen 3–6 Vertiefung in Einzelgesprächen: kindheitliche Prägungen, die heute noch nachwirken – und wie sie sich verändern lassen.
- Sitzungen 7–9 Paargespräche mit konkreten Übungen: Wie reagiere ich anders, wenn der Konflikt beginnt? Hineinspüren in Situationen alter bekannter Streitthemen, das einbringen von Änderungs--Maßnahmen und die direkte Anwendung im Alltag.
- Sitzung 10 Abschlussgespräch: Was hat sich verändert? Welche Vereinbarungen tragen beide in den Alltag? Wie geht es weiter?
Nach sechs Monaten war die Veränderung spürbar – nicht nur für Julia und Andreas, sondern auch für ihre Kinder. Konflikte entstanden seltener, und wenn doch, verliefen sie anders. Ruhiger. Beide konnten ihre Meinung sagen, ohne dass es eskalierte. Das Zuhause hatte wieder eine andere Qualität.
Kennst du dieses Muster – immer wieder derselbe Streit, immer wieder dasselbe Ende? Dann lass uns kurz sprechen. Nicht um eine Lösung zu versprechen. Sondern um zu schauen, was möglich wäre.
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